Die Jantar 23

Erster Eindruck:

Die Jantar 23 ist ein waschechter Fahrtensegler mit Hubkiel und daher besonders gut für Binnengewässer und Reviere mit niedrigem Wasserstand geeignet. Aber auch Törns auf Ostsee, Nordsee und Ijsselmeer sind problemlos bis Ende BFT 6 möglich. Von außen hat sie ein eher klassisches Design, einer Najad oder Hallberg Rassy nachempfunden. Der Rumpf hat unter Deck viel Platz, wirkt aber bei weitem nicht so aufgebläht wie heutige Konstruktionen aus polnischen Werften. Eine Besonderheit sind dabei die serienmässigen 6 Rumpffenster, die es so bei keinem anderen Boot der 7 Meterklasse gibt und die fest verglaste Windschutzscheibe mit Anschlusssprayhood. Die ab Werft verwendeten Beschläge sind hochwertig (alles Harken) und sehr zweckmäßig angeordnet. Die Größe der Plicht ist beim Segeln ausreichend für 3 Personen; wenn es etwas gemütlicher zugeht finden sogar 4 Segler Platz.  Das Boot ist bei einer Gesamtlänge von nur 7,10 Meter ein echtes Raumwunder, die Aufteilung der Kajüte und Ausstattung an einen „richtig großen” Fahrtensegler nachempfunden. Sogar ein abgetrennter Toilettenraum ist realisiert.

Verarbeitungsqualität

Die allgemeine Verarbeitungsqualität ist im Vergleich zu anderen Booten der 7-Meterklasse als weit überdurchschnittlich zu bezeichnen. Haarrisse sind selten, die Reling stabil, die Rumpf-Deckverbindung komplett überlaminiert und somit dicht und stabil.
Die polnischen Bootsbauer haben hier auf wirklich hohem Niveau gearbeitet.

Rumpf, Deck, Rigg

Die Jantar 23 ist doppelschalig gebaut. Der Hohlraum zwischen Innenschale und Außenhaut ist aufgeschäumt mit geschlossenporigem PU-Schaum, wie man es auch von ETAP kennt und ist somit unsinkbar.

Auf dem Oberdeck sind die meisten Boote vom Ersteigner mit einem sehr schiffigen Teakdeck geordert worden, welches sogar mit Fisch, Butt und Laibungen gearbeitet ist.
Es gibt zwei Backskisten im Cockpit, die durch grosse Klappen geöffnet werden können. An Steuerbord geht diese bis zum Bootsboden runter und in vielen Booten ist hier ein Aussenborder im Schacht verbaut.

Man bekommt in der STB-Backskiste ohne Probleme 4 Fender, Benzintank, Paddel, Pütz und Ersatzanker unter. Die Größe der Kiste verführt eher dazu, zu viel einzulagern und damit Gewicht an ungünstiger Stelle aufzubauen.

An Backbord ist eine relativ flache Backskiste im Cockpit verbaut, da der Raum darunter noch als Hundekoje genutzt wird.
Im Bug ist ein grosser Ankerkasten verbaut, der Ankerkette, Trosse und diverses Kleinmaterial wie Pütz o.ä. aufnehmen kann. Der Anker wird bei den meisten Booten am serienmässigen gut gebauten Bugbeschlag gefahren.

Das Boot ist mit einem stabilen Seereling ausgestattet, die vom VA-Bugkorb, zwei soliden VA-Heckkörben und sogar zwei zusätzlichen seitlichen U-Relingsbügeln gehalten wird. Im Bereich des Cockpits wurde der VA-Relingsdraht gegen längenverstellbare, gepolsterte Gurtbänder ausgestauscht, so dass man beim Segeln sehr gut und sicher auf der „hohen Kante“ sitzen und sich an den Gurtbändern anlehnen kann. Die Seereling bei kleinen Booten ist ja häufig sehr instabil gearbeitet, dieses Manko kann man bei der Jantar 23 getrost verneinen.
Der Mast stammt von Nedal Holland, er ist bei den meisten Jantar 23 im Top verjüngt und gut trimmbar. Der Mast wurde von Jantar auf Wunsch in 2 Längen geliefert. Die meisten Boote haben einen Mast mit 8,80 Meter Länge, einige haben aber auch ein Binnenrigg mit einem etwas höheren Mast.
Das Großsegel ( ca. 15,5 qm²) ist bei fast allen Boot durchgelattet und mit zwei Einleinreffs ausgestattet, die vom Cockpit aus bedienbar sind. Die Mastrutscher sind rollengelagert. Fast alle Eigner haben ausserdem für die Fock bzw. Genua 1 (12,7 qm²) eine Rollreffanlage geordert, oft von Harken, teilweise auch von Plastimo oder von Selden. Einige Boote haben einen sehr gut funktionierenden Jütbaum samt fest am Vorstag verbauter Taille an Bord, womit man den Mast allein stellen kann. Die Fockschoten werden über relativ lange Harken-Genuaschienen um geleitet, die einen weiten Verstellbereich beim Reffen aufweisen.

Zu den Segeleigenschaften::
Die segeltechnische Standardausstattung ist überdurchschnittlich für ein Boot dieser Grösse.
Serienmässig werden alle Leinen ins Cockpit umgeleitet, wo sie am STB und BB auf je 4 Spinnlock oder Easylock-Mini Hebelklemmen geführt sind. So sind Gossfall, Fockfall, Spifall, Baumniederholer/Rodkickertaille, Reffleine von Reff 1+2, Unterliekstrecker, Kielfall ins Cockpit umgelenkt und werden mit je einer Harken-Winsch auf dem STB-oder BB-Kajütdach bedient. Das Gross ist bei den meisten Booten durchgelattet und hat deswegen einen guten Stand.
Wie segelt sie sich: Der Autor hat als Jugendlicher auf dem Pirat gelernt, viele Jahre Jolle gesegelt, ist dann auf Hobie 16 umgestiegen und zuletzt 16 Jahre Eigner einer Dehlya 22 gewesen, einem allseits sehr bekannten Boot, von dem rund 1300 Stück die Dehler-Werft verliessen. Deswegen kann hier gut ein Vergleich mit der Dehlya 22 herhalten. In direkten Vergleich mit der Dehlya 22 segelt die Jantar 23 gleich schnell, deutlich steifer, sie muss deutlich später gerefft werden, was dank eines sehr guten Einleinreffsystems schnell vom Cockpit aus geschehen ist. Die Bleibombe am unteren Ende des Edelstahl-Hubkiels hat ein überraschend starkes aufrichtendes Moment. Die Steuereigenschaften sind sehr ausgewogen, sie läuft gut geradeaus, mit geringem, aber nicht zu geringem Ruderdruck. Die Vorbalancierung des Ruderblattes ist perfekt. Man kann das Ruder mit zwei Fingern bei BFT 4 halten und steuert das Boot mit 10 cm Ausschlägen an der Pinne. Die Jantar hat keine Tendenz in die Sonne zu schiessen, selbst bei 30 Grad Schräglage. Die Segeleigenschaften gehen für ein Fahrtenboot wirklich in Ordnung, das Boot ist keinesfalls eine “segelnde Schrankwand” wie gerne über polnische Volumenboote geurteilt wird.

Geschwindigkeitspotential: alles bei BFT 3 ungerefft: Am Wind 4,6-4,8 KN, Halbwind 5 bis 5,2 KN, raumschots 5 KN, platt vorm Laken 4,3- bis 4,5 KN.

Bei 4 BFT kann man immernoch einen halben Knoten draufaddieren.

weitere Ausstattung:

Auf dem Cockpitsüll sind an STB und BB jeweils serienmässig eine Harken ST16 Selftailingwinsch für die Fockschot verbaut. Eine sehr hochwertige und auch teure Grundausstattung.

Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal bei der Jantar 23 ist, wie schon weiter oben beschrieben, die feste Scheibe samt Anschlusssprayhood, wie man es sonst nur von skandinavischen Edelyachten wie Hallberg Rassy, Najad oder Malö kennt.
Dies sorgt für optimalen Wetterschutz bei Schietwetter, ein Detail, dass von den Eignern der Jantar besonders geschätzt wird.
Sehr durchdacht ist auch das Schiebeluk gebaut: Das Steckschott kann beim Segeln unter dem eigentlichen Schiebeluk eingeschoben werden, so dass das Steckschott nicht irgendwo störend im Salon oder Backskiste gelagert werden muss. An Deck ist über dem Schiebeluk und unterhalb der festen Scheibe eine absolut plane Fläche eingeformt, die mit einer klappbaren Plexiglasplatte abgedeckt ist. Dort kann, wind- regen- und spritzwassergeschützt, die Seekarte untergebracht werden.

Motorisierung:
Die meisten Boote wurden seitens der Werft mit einem Schacht in der Steuerbordbackskiste ausgestattet. In diesen Schacht konnte ein Aussenborder eingebaut werden, der meistens 10 PS leistet. Grösstenteils wurden Motoren von Honda oder Yamaha eingebaut. Einige Boote wurden mit Aussenborder am Heck ausgeliefert, der an einer Liftmechanik hängt. Die Motoren werden immer vom Cockpit aus ferngeschaltet, wie man es von grossen Yachten kennt.
Einige wenige Boote wurden ab Werft auch mit einem Volvo Penta MD 2010 Einbaudiesel mit Zweikreiskühlung und Saildrive ausgestattet. Diese Boote haben bedingt durch den Saildrive einen etwas grösseren Basistiefgang (ca 70 cm). Der Einbaudiesel ist sicherlich die „Königsmotorisierung“ jedoch war diese Option beim Kauf auch die mit Abstand teuerste Motorisierung.
Boote auf Binnenrevieren, auf denen ein Verbrennungsmotor verboten ist, wurden teilweise mit einem E-Podmotor von Kreutler aus Österreich nachgerüstet. FSA in Mardorf hat auch schon E-Motoren von Torquedo  eingebaut bzw. nachgerüstet.

Hubkiel /Festkiel
Die meisten Jantar 23 wurden mit einem Hubkiel ausgeliefert. Dieser ist bei der Jantar 23 aus einem hohlen strömungsgünstigen NACA-Profil aus Edelstahl gebaut, an dem unteren Kielende ist eine rund 400 KG schwere Bleibombe angeflanscht. Diese Bleibombe sorgt für ordentlich Hebelkraft.

Einige wenige Boote wurden auch als Festkielversion bzw. Kielschwerterversion gebaut. Diese Version verfügt über ein geändertes Ruder, welches nicht achtern am Spiegel angehängt ist sondern vor dem Hecksüll durch einen Koker verläuft.

Die VA-Kielfinne der meistverkauften Hubkielversion ist aus einer sehr hochwertigen VA-Legierung gebaut, Korrosionserscheinungen, wie z. B. Lochfrass sind so gut wie unbekannt.
Der Hubkiel wird über eine Trommeluntersetzung von Hand (über die Winsch auf dem Cockpitdach) nach oben gezogen. Mit abgesenktem Kiel hat die Jantar23 einen Tiefgang von ca. 1,35m, mit aufgeholtem Kiel sind es lediglich ca. 40cm (bei Booten mit Einbaudiesel und Saildrive sind es 70 cm). Dadurch eignet sich die Jantar perfekt zum Trailern und für Häfen mit niedrigem Wasserstand. Das Segeln mit aufgeholtem Kiel ist nur auf Vorwindkursen möglich, mit aufgeholtem Kiel läßt sich das Boot allerdings nur bedingt manövrieren.

Kompass
Neben dem Niedergang ist ein großer, beleuchteter Kompass angebracht. Manche Segler stört die Position des Kompass beim gemütlichen Anlehnen (Sitzposition „Füße auf die Bank“), dafür ist der Kompass an dieser Stelle sehr gut abzulesen.

Innenausbau
Unter Deck ist die Jantar 23 ein kleines Raumwunder und sehr sauber ausgebaut. Das Boot ist sowohl in der Rumpf- wie in der Deckssektion doppelschalig gebaut, so dass es ausschließlich saubere und glatte Oberflächen gibt. Das Boot ist serienmässig in allen Bereichen perfekt mit Leuchten ausgestattet, so gibt es im Salon 3 Strahler in der Decke, einen im Bereich der Hundekoje, einen im Vorschiff und einen im Toilettenraum. Zusätzlich sind im Salon am Schott zum Vorschiff sowohl am STB als auch an BB je ein schwenkbarer Strahler eingebaut. Es sind also serienmässig 8 Leuchten verbaut. Ab Werk damals mit Halogenlampen ausgestattet sind diese sehr leicht ohne grosse Umbauten auf LED umrüstbar, was von den meisten Eignern inzwischen auch durchgeführt wurde. In der Spitze befindet sich eine Doppelkoje, die jedoch für Menschen ab 1,90 cm Körpergröße etwas zu kurz sein dürfte. Über der Doppelkoje ist ein stabiles Berendsen-Luk eingebaut und seitlich gibt es Polster, die dahinter Ablagen haben. Unter den Vorschiffspolstern befindet sich der Wassertank und eine feste Einformung für die Verbraucherbatterie bis 90 AH. Im Salon befindet sich an Backbord des Niedergangs eine Sitzfläche, die auch als Koje dienen kann, im Heckbereich bei Booten mit Aussenborder im Schacht oder am Heck eine ca. 140 cm breite Hundekoje, die im Cockpitwannenbereich allerdings relativ niedrig ausfällt. Bei Booten mit Einbaudiesel ist unter der Cockpitwanne der Motor samt Nebenaggregaten, Getriebe, Saildrive, Auspuff etc. untergebracht. Bei diesen Booten gibt es nur eine schmale Hundekoje im BB-Heckbereich. Theoretisch finden also 4 Segler einen Schlafplatz ….. in der Praxis ist das aber dann sehr eng. Unter den Kojen befindet sich jeweils Stauraum, der aber wegen der doppelschaligen Bauweise nicht allzu üppig ausfällt.
Die Polsterung aus blaugrünfarbenem Stoff ist Geschmackssache. Der gleiche Stoff in ocker-sandfarbig findet sich als Innenverkleidung, der mittels Klettband an der Bordwand befestigt ist.

Neben dem Kielkasten (der den Salon durchteilt) findet sich auf der Backbordseite ein Schott, welches das Vorschiff abschottet und unliebsame Blicke von Liegeplatznachbarn verhindert. An Steuerbord ist neben dem Niedergang ein kleiner Toilettenraum mit eigenem Waschbecken untergebracht. Nach dem Toilettenraum folgt eine kleine Kombüse mit Minispülbecken, kleinem Oberschrank für alle Kochuntensilien sowie Teller, Tassen, Becher und einer Mulde in der „Arbeitsplatte“ für einen Origo-Kocher. Teilweise wurde auf Kundenwunsch auch ein Gasbrenner verbaut. Der Wasserhahn des Waschbeckens ist mit einer kleinen Elektropumpe verknüpft, mit dem Wasser aus einem PVC-Schlauchtank herangepumpt wird. Der PVC-Schlauchtank ist unter der Vorschiffskoje installiert. (Einige Eigner haben den PVC-Schlauchtank gegen einen PE-Tank oder sogar gegen einen maßgeschneiderten VA-Tank getauscht) Unter der Kocherablage und Waschbecken befindet sich ebenfalls ein Stauraum. Hier können Töpfe und Pfannen, ein kleiner Mülleimer und diverse andere Dinge gelagert werden. Ausserdem ist dort auch das Seeventil für die Spüle und das Handwaschbecken im Toilettenraum verbaut.
Am Kielkasten befindet sich ein zusammenklappbarer Tisch, in dem auch ein klassisches Flaschenfach installiert ist. Unter den beiden Stufen des Niedergangs befindet sich das Elektropanel und der Batteriehauptschalter.
Die Jantar kann gut belüftet werden: Im Vorschiff ist da Luk stufenlos zu öffnen, im Salon gibt es neben dem Schiebeluk zwei zusätzliche Klappluken samt Mückennetzen, auch der Toilettenraum ist mit einem Klappluk ausgestattet, für diese Bootsgrösse  ist das sicherlich reichlich ausgerüstet.
Ausserdem wurden sowohl an STB als auch an BB drei Fenster in den Rumpf eingelassen, aussen mit einem soliden Alurahmen versehen, innen mit einem Holzrahmen aus massiven, schön gerundeteten Mahagoni veblendet.

Hier ein paar Innenausbaufotos:

Plotter, Funke mit DSC, Radio, Schrank mit Ablage
Tellerregal über der Pantry
Salon Schott zum Vorschiff mit Funke, Plotter Radio und Schrank
Tellerregal
zusätzlicher Schrank an Backbord im Salon mit Ablage oben und kleinen Utensilienschütten unten

Detail Ablage

Trailer:
Die Jantar 23 kann mit einem Tandemtrailer sehr gut getrailert werden. Der Prospektangabe beim Gewicht sollte man dabei nicht unbedingt Glauben schenken. Unter 2000KG wird ein urlaubsfertiges Boot mit Aussenborder im Schacht oder am Heck nie wiegen. Exemplare mit Einbaudiesel kommen mit vollem Tanks und urlaubsklar ausgerüstet auch auf 2500KG, man benötigt also ein Fahrzeug mit ordentlich Zugkraft. Der serienmässige Trailer von Jantar hat üblicherweise 2500 KG zulässsiges Gesamtgewicht. Der Serientrailer ist von der gesamten Technik, Bauweise und Ausstattung her betrachtet als sehr solide zu bezeichnen. Seine kleinen Räder senken den Schwerpunkt und erleichtern das Trailern. Der Serientrailer ist vor und hinter den Achsen mit maßgefertigten GFK-Kisten ausgestattet, welche ab Werft (ein optisch nettes Detail) in Bootsfarbe laminiert wurden. Die Staukisten sind alle gleichschliessend abschliesbar.

Zur Bauwerft:
Gebaut wurde die Jantar 23 in Polen, soweit uns bekannt ist, bei Ostroda Yacht. Ungefähr 70-100 Boote sollen gebaut worden sein. Diese Werft baut heute auch für Jeanneau und Beneteau. Vertrieben wurde sie von der JANTAR YACHTING GmbH aus Gelsenkirchen. Innerhalb von wenigen Jahren verkaufte das Unternehmen nach eigenen Angaben über 700 Yachten. Neben der Jantar 21 wurde die Jantar23, die Jantar26 Race und die Jantar 29 + 33 Classic angeboten. Alle Yachten unterscheiden sich in Konzeption und Bauform zum Teil stark von einander.
JANTAR YACHTING wurde 1987 gegründet. Die Expansion des Unternehmens ermöglichte Anfang 1995 den Umzug zu einem neuen Betriebsgelände mit Büro-, Ausstellungs- und Fertigungsräumen, sowie einem Außenbecken mit einem Ausstellungsboot. Ende 1998 wurde das Programm um das Offshore-Motorboot X-Tasy erweitert.

Im November 2001 musste die JANTAR-YACHTING Insolvenz anmelden. Auf der Boot 2002, knapp 2 Monate nach dem Insolvenzantrag, trat die Werft noch einmal unter dem Namen Jantomar GbR auf. Im Sommer 2002 ging die Werft in der neu gegründeten Firma “Legan Yachten” mit Sitz in Kamen über. Die Bootstypen 21, 23 und 26 Race wurden ersatzlos aus dem Programm genommen. Legan vertrieb vortan eine 29- und eine 34-Fuß-Fahrtenyacht, die ebenfalls in Polen gebaut wurden.
Dies aber nur für kurze Zeit. Denn auch Legan verschwand schnell vom Markt.
Die Jantar 23 stammt aus der Feder des bekannten polnischen Yachtkonstrukteurs Andrzej Skrzat, der heute auch für Delphia arbeitet.
Auch heute kann die Jantar 23 noch neu geordert werden. Die Firma FSA in Mardorf am Steinhuder Meer vertreibt das Boot exklusiv in Deutschland. Der Grundpreis beginnt bei rund € 46.000.-. FSA ist auch ein guter Partner für Reparaturen rund um die Jantar, weil sie das Boot seit Jahren gut kennen. So kann man dort auch Ersatzteile, wie z. B. ein neues Ruderblatt o. ä. ordern.

Quelle: Verschiedene Artikel aus der Zeitschrift “YACHT” und Selbstdarstellung der JANTAR-YACHTING auf einer inzwischen abgeschalteten Internetseite, Texte von der Seite www.jantar21.de und eigene Ergänzungen.

Author: Uli Z.