Schrank über Pantry aus lamelliertem Mahagoni

Hallo zusammen,
wie Ihr ja aus meiner Bootsvorstellung unschwer entnehmen könnt arbeite ich gerne mit Holz und gehe dem etwas spleenigen Hobby des Pinnenbaus nach.

Mit Holz kann ich also umgehen und maschinentechnisch bin ich ebenfalls gut ausgestattet.

Nun bin ich gerade dabei, eine echte Fleissarbeit durchzuführen.
Die Jantar hat über der Pantry eine kleines Schrank/Regal, welches zwar ein wenig Stauraum hat, aber nicht soviel, wie ich es mir wünsche.

Ausserdem wollte ich gerne geschlossene Türen dort haben.

Inspiriert von Christian J., Jantar 23 Segler aus Berlin, der in seinem Boot einen geschlossenen Schrank mit Lamellentüren hat bin ich zur Tat geschritten.

Also habe ich das Regal ausgebaut und bin gerade dabei, es durch eine Schrankkonstuktion zu ersetzen, die es bautechnisch in sich hat.
So wollte ich keinen einfachen, eckigen Schrank, ich wollte einen gebogenen, an der Front quasi nahtlosen Schrank, aus lamelliertem Mahagonistarkfurnieren. Zunächst habe ich aus alten Spanplatten eine Negativform gebaut. Über diese Form habe ich dann 5 Lagen 2,5mm dicke Mahagonistarkfurniere, beidseitig mit Epoxid bepinselt, gebogen und aushärten lassen. So habe ich drei gebogene Bauteile gefertigt.

Diese Bauteile wurden anschliessend mit Böden versehen, zwei mit Lochplatten aus Esche (da kommen später Holzklötze rein, die die Teller/Becher fixieren), die dritte mit einer Bodenplatte aus 13 mm Mahagoni massiv.
Die Böden habe ich von der Unterseite noch mit einer Lage 2,5mm Mahagonifurnier versehen, so sieht alles quasi wie aus einem Guss ohne Nähte aus. Die Kanten wurden dann leicht gerundet.
Die Bauteile wurden zunächst alle im Übermaß gebaut und anschließend angepasst. Nun gibt es im Boot natürlich nirgendwo 90 Grad Winkel und auch kaum gerade Linien. alles musste geschrägt und gerundet werden. Im behaupte mal, ich bin 100 mal rein ins Boot und wieder raus aus dem Boot bis das alle Bauteile angepasst waren.

Die Mahagoni-Massivbretter mit 13 mm Stärke gibt es übrigens bei Ebay. Dort verkauft ein Orgelbauer dreißig Jahre altes Holz, nicht ganz billig, aber doch deutlich günstiger als der maritime Holzhandel.
Das Ganze ist, wie schon oben beschrieben, eine ungemein zeitintensive Geschichte geworden. Inzwischen habe ich wohl 20-25 Arbeitsstunden darin stecken.
Noch ist die Sache nicht fertig, aber die Schranksegmente sind vorproduziert und bis in die letzte Ecke angepasst. Heute habe ich die erste Lage (von 4-5) Lack gespritzt. Anbei ein paar Fotos, ich hoffe Ihr könnt schon erkennen, wie es wird.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Viele Grüsse
Uli

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