Hülsen am Hecksüll für die Masttransportstütze verstärkt / repariert und verschönert

Hallo zusammen,

beim Kauf Anfang 2014 waren die Hülsen im Hecksüll, die die achterne Masttransportstütze aufnehmen, ausgebrochen.

Ein Problem, dass jeder Jantar 23 Eigner zweifelsohne kennt.

Das GFK rund um die Hülsen war an den Schraubbolzen aufgebrochen, die Hülsen steckten nur noch locker im GFK.

Dies passiert zwangsläufig, wenn der Mast auf dem Boot flach liegend nach vorne oder hinten geschoben wird. Dann treten sehr starke Hebelkräfte auf, die die Hülsen ausbrechen lassen.

Das konnte so nicht bleiben.

Also habe ich mir ein Teakbrett ca. 75 x 20 cm, 2 cm dick, besorgt und passend zur Süllform zugeschnitten, Kanten gerundet. Dann habe ich Mithilfe von selbstklebender Klarsichtfolie die Konturen der Bohrungen auf das Brett übertragen und so millimetergenau die Hülsenbohrungen übertragen. Das ausgebrochene GFK wurde mit Epoxid verfüllt und glatt verschliffen. Danach habe ich das Teakbrett mit Sika 291 schwarz aufs Süll geklebt, die Hülsen eingesteckt und mit neuen, kräftigeren Schrauben festgeschraubt. Das Teakbrett gibt an dieser Stelle zusätzliche Stabilität, sieht edel aus und deckt die Bruchstellen ab. Die zusätzliche Stabilität ist aber noch lange nicht ausreicht, die oben beschriebenen Hebelkräft auszugleichen. Deswegen habe ich mir eine zusätzliche Querstütze gebaut, die die Masthalterung im 45 Gradwinkel hält und am Aufnahmeauge des Grosschotblocks befestigt ist (siehe hier einen anderen Beitrag auf der Jantar23 Homepage). Diese Querstrebe nimmt alle Hebelkräfte auf, so dass ein Ausbrechen der Hülsen in Zukunft unmöglich ist.

Anbei ein paar Bilder dazu.

Viele Grüsse

Uli

2 thoughts on “Hülsen am Hecksüll für die Masttransportstütze verstärkt / repariert und verschönert

  1. Ja da zeigt sich wieder, dass nicht jede J23 gleich der anderen ist, bei meiner J23 sind diese Aufnahmen nicht im Süll versenkt angebracht, sondern von hinten mit Beschlägen am Spiegel die jeweils ein Stück Edelstahlrohr befestigt haben, in welche die Maststütze eingesteckt wird. Das ist optisch vielleicht nicht so schön, aber wohl sehr viel stabiler. Es sind bisher keinerlei Risse oder Überlastungen zu sehen. Ich sichere aber den MAST immer mit zwei in entgegen gesetzter Richtung verspannter Leinen um ein Verschieben zu verhindern. An diesen Hülsen habe ich dann auch meinen Outboardgrill befestigt (eingesteckt) damit mir beim Grillen kein Öl oder so aufs Süll tropfen kann. Die Boote sind im Detail doch immer unterschiedlich bestückt, sollte man so nicht meinen…..

    Gruß Klaus

  2. Hallo Klaus,
    das finde ich interessant.
    So eine Halterung habe ich noch auf keiner anderen JAntar gesehn.
    Kannst du davon mal ein Foto einstellen ?

    Scheint ja doch nicht alles Serie bei der Jantar zu sein….
    – unterschiedliche Maststützenhalterungen
    – unterschiedliche Abmessungen bei der festen Scheibe
    – unterschiedliche Gewichte bei der Bleibombe
    – Unterschiedliche dicke /breite Ruderblätter samt Pinnen (40 oder 50 mm)
    – unterschiedlich hohe Riggs
    irgendwie sind die Boote doch ein wenig handgeklöppelt. Irgendwie finde ich das auch sympathisch wenn es auch teilweise die Besorgung von Ersatzteilen erschwert..
    Viele Grüsse
    Uli

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