Opferanode am Ruderblatt

Hallo zusammen,

die Ruderanlage der Jantar ist ja aus Aluminium gebaut. Aluminium wird im Wasser elektrolytisch schnell angegriffen, da es “elektrisch betrachtet” ein sehr unedeles Metall ist. Um also Lochfrass an Aluminium im Wasser zu verhindern muss man es mit Opferanoden schützen. Beim Motor ist das sicherlich allgemein bekannter, hier gibt es von den jeweiligen Motorenherstellern genau passende Anoden als Zubehör/Ersatzteil, bei der Ruderanlage macht man sich nicht unbedingt darüber Gedanken.

Bei Übernahme meiner Jantar Anfang 2014 konnte man an  der Ruderanlage im Wasserbereich eindeutig sehen, dass die Elektrolyse zugeschlagen hatte. Es war Lochfrass zu erkennen, wenn auch noch nicht bedrohlich. Also habe ich mir überlegt, wie ich das in Zukunft vermeiden kann und habe mir dafür eine halbkreisförmige Opferanode aus Magnesium besorgt, gar nicht teuer, kostet rund € 15.-.

Diese Opferanode habe ich ans Ruderblatt geschraubt, so dass sie nicht den Klappradius des Ruderblatts berührt.  Diese Anode habe ich zu jedem Saisonbeginn nochmals angeschliffen, damit keine Korrosionsschicht die Leitfähigkeit herabsetzt. Man kann nach einer Saison immer deutlich sehen, dass die Anode angefressen wird und sich wirklich opfert, sie erfüllt also ihren Sinn.

Nun gibt es Anoden in Zink oder Magnesium. Zink bracht man üblicherweise zum Schutz für Stahl/Eisenteilen, Magnesium erfüllt seinen Dienst besser bei Alu und im Süsswasser.

Anbei zwei Bilder der Anode.

Viele Grüsse

Uli

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