Jantar 23 Maststütze modifiziert

Hallo zusammen,
der Mast der Jantar 23 wird beim Trailern oder auch im Winterlager vorne auf dem Bugkorb (mit einem untergelegten Fender) und achtern auf einer sereinmässigen u-förmigen VA-Gabel gelagert.
Serienmässig hat diese u-förmige Gabel leider ein paar Nachteile in der Handhabung, die teilweise auch zu zwangsweisen Schäden führen.

1.
Die Auflagegabel hat oben ab Werk keine Rolle, der Mast liegt also auf einem u-förmigen VA-Rohr. So verkratzt der Mast beim Transport oder auch beim Auf-Abriggen schnell, das Eloxal wird beschädigt.
Klar, ein Polster oder Lappen verhindert diese Kratzer, aber der Mast lässt sich nur schwer auf dieser Auflage hin- und herschieben. Dies ist aber beim Aufriggen zwangsweise nötig. Zunächst muss der Mast bei Aufriggen soweit nach achtern geschoben werden bis das er mit dem Mastfuss an der Mastfussaufnahme an Deck zu liegen kommt und man den Verbindungsbolzen zum Mastfuss durchschieben kann. Das nach hinten Schieben geht eigentlich nur mit zwei Personen.
Da ich aber oft einhand unterwegs bin ist dies für mich ein “No Go”.
Also habe ich mir einen u-förmigen Aufnahmebügel mit einer Achse und aufgeschobener dicker Gummirolle aufschweissen lassen. So kann ich nun den Mast im liegenden Zustand alleine nach vorne oder nach hinten rollen und Kratzer sind nun auch kein Thema mehr.
Aber……..
beim Verschieben des Mastes wirken starke Hebelkräfte auf die Maststütze, so dass die VA-Hülsen, die hinten im Süll als Aufnahme für die Maststütze dienen, irgendwann ausbrechen.
Jeder Jantar 23 Eigner wird das Problem mit den ausgebrochenen Hülsen kennen. Bei jeder mir bekannten Jantar 23 kann man sehen, dass achtern am Süll irgendwie an den Hülsen herumgedoktort wurde.
So auch bei mir. Wie ich das Boot Januar 2014 übernommen habe waren die VA-Hülsen ausgebrochen und nur noch provisorisch mit Sika wieder eingeklebt. Das konnte so nicht bleiben.
Also habe ich mir ein massives Teakbrett besorgt, rund 75x15cm, 2cm dick. Dieses Brett habe ich passend mit der Kreissäge zugeschnitten, an den Kanten gerundet, geschliffen und geölt. Dann wurden die vorhandenen VA-Hülsen aus dem Süll ausgebaut und mit selbstklebender Klarsichtfolie eine Schablone angefertigt, mit deren Hilfe ich die Position der VA-Hülsen aufs Brett übertragen konnte. Das Brett wurde dann passend für die Hülsen gebohrt und mit Sikaflex 291 aufs Süll aufgeklebt und an den Auflagekanten verfugt. Dann wurden die Hülsen mit Sikaflex eingelassen und mit neuen Schrauben verschraubt, die eine Nummer grösser als vorher waren.
Nun saßen die Hülsen wieder fest und das Teakbrett sorgt a für mehr Stabilität und b deckt es die Bruchstellen ab. Ausserdem sieht dieses Teakbrett auch noch gut aus.
Aber….. ich wollte natürlich nicht, das die Hülsen beim nächsten Maststellen gleich wieder ausbrechen. Also mußte ich verhindern, dass die Hebelkräfte beim Maststellen die Hülsen wieder ausbrechen. Dafür habe ich mir eine ganz simple Hilfskonstruktion gebastelt, nicht schön, aber effektiv und nach dem Aufriggen schnell demontierbar.
Auf dem Schrottplatz habe ich mir ein VA-Rohr, Durchmesser 2cm, besorgt, außerdem einen VA-Augbolzen mit angeschweisster Gewindestange.
Den Augbolzen habe ich in ca 100cm Höhe an der Querstrebe der Maststütze angeschraubt.
Dann habe ich das VA-Rohr in der Länge passend zugeschnitten und sowohl oben als auch unten geschlitzt und mit einer 6mm Bohrung versehen.
Den Schlitz oben habe ich dann mit einer Gewindeschraube auf den Augbolzen geschraubt. Unten wird der Schlitz auf dem im Cockpitboden Beschlag für die Aufnahme der Großschot geschraubt. So entsteht eine im 45 Grad Winkel verlaufende Querstrebe.
Diese Querstrebe nimmt alle beim Hin- und Herrollen entstehenden Hebelkräfte auf. So können die VA-Hülsen nicht mehr ausbrechen.

Anbei ein paar Fotos der Sache.

Viele Grüsse
Uli

 

 

 

 

 

 

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